Was du über das Campen in Norwegen wissen musst

Damit dein Norwegen-Abenteuer unvergesslich wird, geben wir dir ein paar Tipps, was du beim Campen in Norwegen beachten solltest.

Endlose Natur, traumhafte Landschaften, schroffe Küsten, wilde Berge, riesige Gletscher, romantische Wasserfälle und verzaubernde Fjorde – Norwegen ist ein unglaublich vielseitiges Land und gleichzeitig ein wahres Roadtrip-Paradies, du wirst begeistert sein. Damit dein Norwegen-Abenteuer unvergesslich wird, geben wir dir ein paar Tipps, was du beim Campen in Norwegen beachten solltest. 

Wildcampen in Norwegen – erlaubt oder nicht?

Die Norweger sind ein absolutes Natur- und freiheitsliebendes Volk und haben sich diese Leidenschaft deshalb zum Gesetz gemacht. In Norwegen gilt das Jedermannsrecht, welches erlaubt, dass sich jeder (egal ob Einheimischer oder Tourist) fast überall in der freien Natur bewegen darf. Das erlaubt dir, praktisch überall spazieren oder wandern zu gehen und auch unter freiem Himmel zu schlafen. 

Allerdings gilt das Jedermannsrecht nicht in eingezäunten, bewirtschafteten oder bewohnten Gebieten. Auch mit dem Wohnmobil darfst du in Norwegen grundsätzlich in der freien Natur parken, allerdings nur auf öffentlichen Straßen und Wegen. Damit Norwegen auch weiterhin ein so camperfreundliches Land bleibt, solltest du dich auch hier beim Wildcampen an ein paar wichtige Regeln halten.

Respektiere Hinweis- und Verbotsschilder

Grundsätzlich darfst du mit dem Camper auf allen ausgewiesenen Park- und Picknickplätzen übernachten, es sei denn, es wird ausdrücklich untersagt. Auch auf den besonderen Stapelplätzen für Holz darfst du in der Regel parken. 

Viele Stellplätze sind in Norwegen kostenlos, jedoch ist das Übernachten auf einigen Plätzen nicht erlaubt. Diese Plätze sind meistens besonders gekennzeichnet mit dem Hinweis “kein Campen von 20 bis 8 Uhr”. Achte immer auf die Hinweisschilder und respektiere diese, auch wenn du andere Camper dort parken siehst. Im Idealfall machst du die anderen Camper darauf aufmerksam, vielleicht haben sie die Schilder ja übersehen. 

Vermeide es auf Privatgrund zu Campen

Ohne Einverständnis des Eigentümers darfst du nicht auf Privatgrundstücken campen. Auch wenn du das Einverständnis bekommen hast, solltest du nicht länger als zwei Tage an einem Platz bleiben. Das gilt in der Regel auch für öffentliche Stellplätze.

Parkst du mit deinem Camper in der Nähe von Häusern, solltest du hier darauf achten, dass du einen Abstand von mindestens 150 Metern einhältst, um die Anwohner nicht zu stören.

Respektiere die Natur

Auch wenn es nach einem Abenteuer schreit, sich auf neue Pfade zu begeben, solltest du die Natur immer respektvoll behandeln. 

Dazu gehört, dass du dich nur auf bereits bestehenden Wegen und Pfaden bewegst, um die Natur zu schützen. Befindest du dich in der Nähe eines Nationalparks, erkundige dich hier beim Parkwächter über Brut- und Nistzeiten. In vielen Gegenden sind die Parks zu dieser Zeit nämlich nicht frei zugänglich, um die Tiere nicht zu stören.

Verlasse den Platz so, wie du ihn vorgefunden hast

Oder im besten Fall noch sauberer. Nimm immer deinen Müll wieder mit und entsorge ihn fachgerecht.

Das gilt auch für deine Campingtoilette, dem Grau- und Abwasser. Dafür gibt es in Norwegen zahlreiche spezielle Entsorgungsstationen, die leicht zu finden sind. In der Regel befindet sich eine Station an den Tankstellen, Supermärkten und auf Rastplätzen. Auch in den größeren Städten wirst du immer eine Entsorgungsstation finden, die in den meisten Fällen kostenlos ist. 

Solltest du in etwas einsameren Gegenden unterwegs sein, kannst du dein Abwasser auf einem der vielen Campingplätze entsorgen. Davon gibt es auch in den abgelegenen Gebieten noch genügend. 

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Vermeide camping-artiges Verhalten öffentlichen Plätzen

Solange Campen nicht ausdrücklich verboten ist, darfst du auf vielen Parkplätzen zwar stehen und übernachten, dennoch solltest du dich hier nicht zu häuslich einrichten. Stelle keine Tische und Stühle draußen auf, lass die Markise eingefahren und verzichte hier auch auf den Teppich vor dem Camper. Außerdem solltest du immer Rücksicht auf deiner Mitcamper und Nachbarn nehmen und keinen größeren Lärm veranstalten. 

Ist genügend Platz vorhanden, wissen es viele Camper auch zu schätzen, wenn du ausreichend Abstand zu ihnen hältst, damit jeder seine Privatsphäre genießen kann.

Mache kein offenes Feuer in der Hauptsaison

Von Mitte April bis Mitte September gilt ein striktes Feuerverbot in Norwegen, ganz besonders in Waldnähe. Halte dich unbedingt daran, um nachher nicht verantwortlich für einen Waldbrand zu sein. 

Möchtest du dennoch nicht auf dein lecker gegrilltes Steak verzichten, solltest du lieber auf einem Campingplatz einchecken. Die meisten Plätze haben nämlich spezielle Grillplätze, die du jederzeit nutzen kannst. So musst du nicht auf das Grillfeeling während deines Norwegen-Trips verzichten.

Angeln, Beeren und Pilze sammeln

Das Sammeln von Beeren und Pilzen ist in ganz Norwegen überall erlaubt, im Gegensatz zum Angeln. Hier darfst du nur in Salzgewässern ohne Erlaubnis angeln. In Süßgewässern benötigst du dafür immer eine besondere Genehmigung.

Naturnah campen oder Campingplatz – so findest du die besten Plätze in Norwegen

Du genießt gern absolute Ruhe und bist ein wahrer Naturfreund, dann sind die unzähligen freien Stellplätze wie geschaffen für dich. Die besten und oftmals kostenlosen Stellplätze findest du an den vielen Aussichtspunkten, in Hafenstädten und an Waldgebieten mit Wanderwegen. 

Auch in den größeren Städten werden viele Stellplätze angeboten, auf denen du mit deinem Camper übernachten darfst. 

Möchtest du gern etwas mehr Komfort und möchtest die Vorzüge eines Campingplatzes genießen, findest du davon reichlich in Norwegen, auch in einsamen Gegenden. Mit über Tausend Campingplätzen bekommst du hier alles angeboten: von der einfachen Wiese bis zum luxuriösen Campingplatz mit Pool.

In Touristengegenden wie den Lofoten solltest du den Campingplatz in der Hochsaison lieber vorher reservieren, da es hier sehr schnell voll werden kann. 

Die beste Reisezeit für deinen Norwegen-Roadtrip

Die beste Zeit, um Norwegen mit dem Wohnmobil zu erkunden, ist der Sommer. Von Mai bis September kannst du hier mit dem stabilsten Wetter rechnen und bekommst die meisten Sonnenstunden. 

Im Frühling und Herbst ist das Wetter eher unbeständig und dich können Temperaturschwankungen von bis zu 25 Grad überraschen. Außerdem kann es passieren, dass viele Pässe und Straßen wegen der Schneemassen noch gesperrt sind. 

Mach deinen Norwegen-Trip unvergesslich und plane genügend Zeit ein

Hast du vor ganz Norwegen mit dem Camper zu bereisen, solltest du dafür mindestens 6 – 8 Wochen einplanen. Gerade dann, wenn du auch das Nordkap und die Lofoten erkunden möchtest. 

Hast du weniger Zeit für deinen Norwegen-Roadtrip, dann bieten sich dafür Süd-Norwegen, Mittelnorwegen und Fjord-Norwegen am besten an. 

Um deinen Trip entspannt zu starten, mietest du dir deinen Camper am bequemsten an unserer Station in Oslo und startest von hier aus deinen unvergesslichen Norwegen-Roadtrip.

Über den/die AutorIn

Marie Ducharne

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